
Chiapas ist eine der ärmsten regionen Mexikos, vorallem die indigene Bevölkerung muss noch unter den Folgen der jahrelangen Unterdrückung, Diskriminierung und Verfolgung leiden.Chiapas hat 4.293.459 Einwohner, wovon 957.255 der Bewohner einer indigenen Volksgruppe angehören. Auf dem Rang der unterentwickeltsten Bundesstaaten ist Chiapas laut dem mexikanischem Bevölkerungsrat CONAPO (Consejo Nacional de Población) seit dem Jahr 2000 auf dem zweiten Rang. 42% der indigenen Bevölkerung haben kein Einkommen, weitere 42% überleben mit weniger als einem monatlichen Mindesteinkommen. Ein Großteil der Häuser der indigenen Bevölkerung erfüllen nicht die Minimalanforderungen für menschenwürdige Behausungen: zum Besispiel haben 25,9% kein fließend Wasser, 32,9% einen Erdfußboden und 85,7% nur Holz oder Kohle zum Kochen. Auch hat Chiapas die höchste Analphabetenrate Mexikos, von der indigenen Bevölkerung sind 27,9% der Männer und 50,1% der Frauen Analphabeten.
San Cristóbal de las Casas ist eine Stadt im zentralen Hochland von Chiapas, dem südlichsten Bundesstaat von Mexiko. Die älteste spanische Siedlung liegt in der Sierra Madre auf 2100 m Höhe. San Cristobal de las Casas ist mit ihren etwa 142.000 Einwohner nicht nur eine der schönsten Kolonialstaädte, sondern auch das Handelszentrum der umliegenden indigenen Dörfer.
Besonders bekannt ist die Kathedrale von San Cristóbal, desweitern wurde man auf diese Stadt vor allem am 1.Januar 1994 mit dem Aufstand der EZLN (Zapatistische Armee zur Nationalen Befreiung) aufmerksam. Die EZLN erklärte, vom Balkon des Regierungsgebäude der Stadt San Cristóbal de las Casas aus, der mexikanischen Armee und der machthabenden Regierung den Krieg und forderte ihre Grundrechte nach Arbeit, Land und Gerechtigkeit ein.

Ronjas FSJ in Mexiko.
